mein Ohr

Marian Olbertz

Ablauf und Preise

Die Hörakustik ist grundsätzlich ein Verordnungsmarkt. Das bedeutet, am Anfang unserer Arbeit steht die Diagnose eines HNO-Arztes. Egal ob gesetzlich oder privat versichert, Sie benötigen eine Verordnung für Hörgeräte. Nur unter dieser Voraussetzung übernimmt der Kostenträger (Krankenkasse) den Zuschuss. Hierbei müssen die individuellen Genehmigungs- und Abrechnungsmodalitäten beachtet werden. In einigen Fällen kann auch auf einen HNO-Termin und eine Verordnung verzichtet werden, dies hängt von den jeweiligen Bestimmungen der Krankenkasse ab. Natürlich können Sie auch Hörgeräte privat kaufen. Die Vorgehensweise im weiteren Versorgungsablauf ist identisch.

Ich biete selbstverständlich kostenfreie Hörtests, Beratung und auch die Möglichkeit, Hörsysteme unverbindlich zu testen. Das geht zunächst auch ohne HNO-Arzt!

Sie bekommen häufiger gesagt, dass Sie schlecht hören? Sie stellen den Fernseher lauter als Ihre Familie? Sie erwischen sich regelmäßig dabei, einfach Ja zu sagen, obwohl Sie die Frage nicht sicher verstanden haben? Sie haben weniger Freude an sozialen Kontakten und Freundschaften schlafen ein? Verstehen Sie manchmal nur Bahnhof? Fühlen Sie sich am Abend zunehmend müde und geschafft? Empfinden Sie Gespräche in lauter, belebter Umgebung als lästig? Selbst wenn Sie nur eine dieser Fragen für sich selbst oder für Ihren Partner mit Ja beantworten: Dann wird es Zeit für einen Hörtest! Ein einfacher Hörtest tut nicht weh, kostet Sie nichts, und bringt sofort Klarheit über den Hörstatus. Sie bekommen von uns nach dem Hörtest eine ausführliche Auswertung und bei Bedarf eine Beratung zu weiteren Schritten. Es ist vollkommen normal, dass das Gehör im Alter nachlässt. Mittlerweile ist jeder Dritte über 60 von einem Hörverlust betroffen. Bei den über 70-Jährigen ist bereits jeder zweite betroffen. Eine Schwerhörigkeit hat aber grundsätzlich nichts mit dem Alter zutun. Es ist eine typische Begleiterscheiung des "Älterwerdens". Man merkt einen beginnenden Hörverlust nicht sofort. Je nach Hörumgebung und Alltagsanforderung bleibt der Hörverlust oft lange unerkannt. Aber auch leichte Hörverluste strengen unnötig an und belasten zwischenmenschliche Beziehungen. Dabei kann man so einfach und dezent helfen. Moderne Hörsysteme sind smart, effektiv und fast nicht zu sehen. Selbstverständlich können Sie diese bei mir ausprobieren. Dazu später mehr.

Zunächst bespreche ich dann gemeinsam mit Ihnen vertraulich die Ist-Situation. Ich mache diverse Untersuchungen und Hörmessungen. Hier werden schon Ihre Wünsche und Vorstellungen abgefragt. Nach der Bedarfsermittlung bekommen Sie von mir verschiedene Versorgungsvorschläge unter Berücksichtigung Ihrer Preisvorstellungen.

Sie können bei mir mehrere Hörsysteme unverbindlich und kostenlos ausprobieren. Ohne Risiko. Ich empfehle die Ausprobe von 3 verschiedenen Hörsystemen, damit Sie ein Gefühl für die Produktunterschiede und Preise bekommen.

Es gibt Hörsysteme ohne Aufzahlung, also der sogenannte Nulltarif. Das bedeutet, dass der Zuschuss Ihrer Krankenkasse die Gesamtkosten der Versorgung komplett abdeckt, und somit keine private Aufzahlung ihrerseits nötig ist. Hierbei verwende ich klassische Hinter-dem-Ohr, sogenannte HdO-Geräte, mit Grundausstattung. Für genauere Informationen sprechen Sie mich bitte konkret darauf an oder kontaktieren Ihre Krankenkasse. Angebote und Kostenvoranschläge erhalten Sie nach persönlicher Beratung.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Zusatzfunktionen und aufpreispflichtige Extras. Ich habe ein breites Sortiment und kann schnell Ware nachbestellen. Meine Preise sind fair und nachhaltig kalkuliert.

Wenn Sie sich nun für ein Hörsystem entschieden haben, muss dies von Ihrem verordnenden HNO-Arzt abgenommen werden. Hierzu bekommen Sie von mir entsprechende Dokumentationen ausgehändigt und stellen sich damit erneut bei Ihrem HNO-Arzt vor. Nach erfolgter Abnahme kann ich die Hörsysteme für Sie bei Ihrer Krankenkasse abrechnen. Ich bin Innungsmitglied und verfüge somit über Versorgungsverträge mit allen Krankenversicherungen.

Ggf. bekommen Sie dann von mir Ihre Privatrechnung. Eine Anzahlung bzw. Vorkasse nehme ich im Einzelfall nur bei Spezialaufträgen, bei denen ich beim Hersteller kein Rücktritts- bzw. kein Rückgaberecht habe.

Nach dem Abschluss und der Rechnungsstellung möchte ich weiterhin mit Ihnen in Kontakt bleiben. Denn jetzt fängt meine Arbeit eigentlich erst so richtig an. Die Nachsorge ist sehr wichtig für eine zuverlässige und optimale Hörversorgung. Individuell bestimme ich mit Ihnen ein Serviceintervall, typischerweise alle 3 Monate, um nötige Wartung und Reparatur, sowie Einstellungsarbeiten durchzuführen. Auch ihr HNO-Arzt empfiehlt regelmäßige Kontrolltermine. Ich und Ihr HNO-Arzt sind jeder Zeit Ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Gehör.

Hörsysteme können durchaus mehrere Tausend Euro private Aufzahlung kosten. Hierbei sind Summen über 5.000 € für eine beidohrige Versorgung möglich. Das hat nichts mit Abzocke zutun, sondern unterliegt einer ganz normalen Kalkulation und die Rechnungsstellung erfolgt nach umfangreicher Untersuchung und Beratung (siehe oben). Sie möchten noch Zubehör, wie Zusatzmikrofone oder eine Fernbedienung? Gerne, aber das kostet natürlich extra. Wenn Sie zusätzlich noch Ihren Fernsehton mit meinen Nahfeld-TV-Lautsprechern verbessern wollen und sich Raumakustikelemente aussuchen, kommen noch weitere Kosten dazu. Dann noch eine Lichtsignalanlage, damit Sie die Türklingel und das Telefonklingeln wieder wahrnehmen. Und Pflegemittel und Zubehör soll es auch noch sein? Vielleicht noch eine Vollgarantie für 6 Jahre? Der Wunschzettel kann sehr groß sein. Wir können den Wunschzettel aber auch jeder Zeit verändern. Sachen rausstreichen und Neues mit aufnehmen. Mein Kunde kauft am Ende nur das, was er sich selber ausgesucht und für gut befunden hat! Ich kann für jeden Bedarf und für jeden Geldbeutel gute Lösungen realisieren. Die Bedingung ist eine ehrliche Bedarfsermittlung und realistische Zielformulierung. Und manchmal ist das Beste gerade eben gut genug!

Betrachten wir es mal so: Hörsysteme können kostenfrei über mehrere Wochen im täglichen Leben ausprobiert werden. Und das mit verschiedenen Modellen und Preisklassen im Vergleich. Erst dann, und nur, wenn der Kunde einverstanden ist, wird die Versorgung abgeschlossen und die Rechnung geschrieben. Damit ist sichergestellt, dass man nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kauft. Vergleichen Sie mal mit anderen teuren Investitionen: Sie konfigurieren sich vielleicht auch mehrere Autos verschiedener Hersteller. Lassen sich persönlich beraten. Vereinbaren dann entsprechend eine Probefahrt. Und noch eine Probefahrt. Und noch eine Probefahrt. Hierbei entstehen dem Händler teils erhebliche Kosten. Es wird mit viel Fingerspitzengefühl versucht herauszufinden, ob es sich um Probefahrttourismus handelt, oder ob wirkliches Kaufinteresse besteht. Trotzdem geht es nicht ohne Probefahrten.

Nun kann man den Autokauf nicht unbedingt mit einer Hörgeräteversorgung vergleichen, trotzdem sehe ich hier viele Parallelen. Der Kunde kauft nämlich nur das, was er angekreuzt und sich selber ausgesucht hat!

Um einen Vergleich aus dem Gesundheitswesen anzustellen: Nehmen wir mal den Zahnarzt: Sie brauchen umfangreichen Zahnersatz. Auch hier sind ganz schnell mehrere Tausend Euro private Aufzahlung weg. Aber lassen Sie sich von mehreren Zahnärzten "beraten"? Können Sie verschiedene Zähne "probekauen"?

Natürlich sollte man bei Unsicherheit eine zweite Meinung einholen. Aber das ist bei der Hörversorgung weitaus einfacher als in der Zahnmedizin. Und es ist so gesehen quasi unmöglich sich zu "verkaufen". Denn Sie kaufen das, was Sie sich nach reiflicher Überlegung selber ausgesucht haben. So wie beim Auto!

Grundsätzlich halte ich es für sehr empfehlenswert eine vertraute Begleitperson mit zu den Terminen zu nehmen. Das kann Ihr Partner, Freund, Kind oder Enkel sein. Jemand, der Sie kennt, und Ihre Situation als Außenstehender bewerten kann und Sie während der Anpassphase begleitet. Und 4 Ohren hören üblicherweise besser als 2 ;-)


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